Christinah Matlhare

September 2026
Projekt

Mein Name ist Christinah Matlhare. Ich bin in Maun, Botswana, geboren und aufgewachsen. Als Umweltwissenschaftlerin setze ich mich mit großer Leidenschaft dafür ein, dass Menschen in unserer Region eine Verbindung zur Natur aufbauen und sie schützen. Nach meinem Bachelor-Abschluss in Umweltwissenschaften an der Universität Pune in Indien bin ich nach Botswana zurückgekehrt. Dort möchte ich mein Wissen nutzen, um in meiner Heimat langfristig etwas zu bewirken. Seit Januar 2026 arbeite ich als leitende Ausbilderin und Koordinatorin für Nachhaltigkeit und Gemeinschaftsförderung im Junior Ranger-Programm.

Meine Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Ich entwickle praktische Arbeitshefte für Kinder und Jugendliche. Dabei orientiere ich mich an der „Head, Heart and Hand“-Philosophie, die Wissen, Gefühle und praktisches Handeln miteinander verbindet. Außerdem betreue ich unsere Facebook- und TikTok-Kanäle und bringe Menschen bei Veranstaltungen wie dem Earth Day zusammen.

Darüber hinaus leite ich Kgotla-Workshops in der Gemeinde. Dort zeige ich den Bewohnerinnen und Bewohnern, wie sie lokale Ressourcen wie den Thamalakane-Fluss und die Maun-Palmen nachhaltig nutzen können. Außerdem lernen sie, Alltagsabfälle in Kunsthandwerk zu verwandeln und damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Für mich bedeutet Umweltbildung, Menschen zu stärken. Sie sollen das Vertrauen gewinnen, selbst Entscheidungen zu treffen, die ihrer Umwelt zugutekommen. Zwei Erlebnisse sind für mich besonders wichtig. In diesem Jahr durfte ich das Wasserthema leiten. Dabei entwickelte ich einen Lehrplan über das Okavango-Delta. Ich verband traditionelles Wissen der lokalen Bevölkerung mit moderner Wissenschaft. 

Es war sehr schön zu sehen, wie begeistert die Kinder und Jugendlichen waren und wie sie wassersparende Gewohnheiten mit nach Hause nahmen. Auch die Organisation unseres umweltfreundlichen Workshops zur Finanzbildung war eine besondere Erfahrung. Die meisten Teilnehmer:innen waren Frauen. Nach dem Workshop setzten sie nachhaltige Ideen in ihrem Alltag um. Das hat mich sehr gefreut, denn wenn Frauen gestärkt werden, profitieren oft ganze Familien davon.

Was ich an meiner Arbeit besonders liebe, ist die Abwechslung. Kein Tag ist wie der andere. Ich habe immer wieder die Möglichkeit, neue Ideen zu entwickeln und Programme zu gestalten, die bei den Menschen in Ngamiland gut ankommen.

Mein wichtigstes Ziel ist es, unsere Gemeinschaft für die Schönheit und Bedeutung unserer Ökosysteme zu begeistern. Gleichzeitig möchte ich den Menschen die nötigen Kenntnisse und Möglichkeiten geben, unsere Umwelt auch für zukünftige Generationen zu schützen.

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Projekt

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